neue Reifen und rutschiges Fahren

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In den letzten Tagen war das Wetter doch besser, als von den Meteorologen vorher gesagt – zumindest hier in Karlsruhe. So war ich die letzten Tage (abends) unterwegs auf der Suche nach einem geeigneten Schotterplatz, um meine Reifen etwas runter zu schruppen.

Am Samstag kam ich dadurch in die Gegend von Pforzheim, wo ich dann wieder an die Vorhersagen des Wetterdienstes erinnert wurde. Wenn auch nur kurz hatte es dort in Strömen geschüttet. Hierbei war mir gar nicht wohl, denn obwohl meinen neuen Reifen ein besseres Verhalten bei Regen im Vergleich zu den Reifen, die ich vorher drauf hatte, nachgesagt wird, hab ich davon nichts gemerkt – eher im Gegenteil dachte ich eher, ich würde auf einem Eisspeedway versuchen zu fahren und hätte vergessen die Spikes in die Reifen ein zuschrauben. Zum Glück hab ich ja Erfahrungen wie man auf Eis zu fahren hat und bin somit mit entsprechend angepasster Fahrweise da auch wieder raus gekommen, ohne das etwas passiert ist.

Am Sonntag versuchte ich durch die Satellitenbilder von Google-Maps einen brauchbaren Platz auszumachen. Doch auch hier wurde meine Suche nicht mit Erfolg gekrönt, da die ganzen in Frage kommenden Gelände leider abgesperrtes Gebiet waren. Dennoch hatte ich eine Runde gedreht auf dessen Weg mir ein kleiner Parkplatz in Erinnerung war, der vielleicht seinen Zweck erfüllen könnte.

Auf dem Weg dort hin kam ich an einen PKW heran gefahren, der wohl auch auf Grund seiner nordischen Herkunft noch zaghafter durch die Serpentinen des Schwarzwaldes kroch wie ich selber. Zwar kam mir das anfänglich nicht ungelegen, doch ständig aufrecht durch die Kurven fahren kam meinem Ziel (des Abriebs der Reifen) nicht gerade zu Gute.

Der besagte Parkplatz war mir dann auch anderster in Erinnerung, wie das was ich dann vor fand. Es glich doch eher einer mit sehr viel Rollsplitt versehenen Teerplatte. So fuhr ich meinen Weg weiter immer mit Blick an die Seite, um vielleicht doch noch eine entsprechende versteckte Möglichkeit für mein Vorhaben zu finden.

Auch meine Fahrweise war noch nicht entsprechend der, die ich mit meinen alten Reifen zuvor hatte – sie glich eher einem Fahrschüler, der wohl das erste mal auf einem Motorrad sitze und sich kaum traue richtig Gas zu geben (geschweige denn sich in eine Kurve zu legen). Diese Fahrweise war aber dann wohl auch mein Glück im Unglück anderer. Denn in den Serpentinen bei Müllenbach lagen zwei Motorradfahrer mit ihren Krads auf der Straße. Auch wenn sich schon über ein halbes Dutzend Leute um die Verunglückten kümmerte hielt ich aus Solidarität an. Ein Fahrradfahrer betreute die Beiden mit Ersterhilfe, doch die demolierten Maschinen liefen noch. Beide ächzten vor Schmerzen und während wir auf die Krankenwagen warteten erzählten beide, dass ihnen das Vorderrad aus unerklärlichen Gründen abgeschmiert sei. Erst ihm, der vor Schmerzen im Brustbereich kaum ein Wort raus bekam, dann auch während dem Bremsmanöver dahinter ihr, die mit einem Bein immer noch unter der Maschine lag.

Nach dieser Aktion bin ich doch mit gemischten Gefühlen weiter gefahren. Dabei ging mir auch die Frage durch den Kopf, ob es vielleicht an diesem schwülen Wetter liege, das man ständig das Gefühl habe, dass einem die Reifen abschmieren.

Gestern versuchte ich wieder einen entsprechenden Platz zu finden. Dabei bin ich über den Dobel und Kaltenbronn gefahren. Bei Kaltenbronn ging die Leuchte meiner Tankreserve an und ich schaute mich eher nach einer Tankstelle um, denn so wie ich den Text hier gerade schreibe sind mir gerade zwei entsprechende Plätze in der Nähe des Kaiser-Wilhelms-Turm eingefallen. … da sollte ich mich vielleicht noch mal auf den Weg machen! Und dann mal sehen, wie das mit dem Driften und nem Burnout klappt … wenn ich es mir überhaupt zumute.

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