ein fragwürdiger Tag

Eigentlich hatte ich ja was anderes vor, doch hatte ich die Leute dazu nicht erreicht. „Aber wo sind sie nur?“

So saß ich dann um die Mittagszeit vor meinem Rechner und ging etwas gelangweilt diverse Foren durch, als mich die Sonne durch das Fenster anlachte. Da kam natürlich auch gleich die nächste Frage auf: „Was mache ich da eigentlich und … warum sitze ich eigentlich nicht auf dem Moped bei dem schönen Wetter?“

Gesagt, getan … unverzüglich hatte ich mich in die Motorradklamotten geschmissen und ab zu meinem Kälbchen. Doch da war dann schon wieder eine Frage: „Wohin könnte ich eigentlich fahren?“

Mir viel dazu das Vorstellungsgespräch vom gestrigen Tag ein. Der Mann von der Zeitarbeitsfirma meinte doch er habe eine Firma für mich am Bahnhof ein paar Orte weiter. „Also warum sollte ich nicht mal den Weg dort hin ausprobieren?“

So denn bin ich los gefahren. Aus der Stadt raus auf die Bundesstraße und beobachte so die Straße. Hmm … das sah etwas komisch aus. „Das wird doch wohl nicht glatt sein?“

Meine Befürchtung wurde aber nicht erfüllt – zum Glück. Also konnte ich es laufen lassen. So fuhr ich bequem die Bundesstraße runter, bis einige Autos mit sehr gemäßigter Geschwindigkeit vor mir waren. An einem Stück vor einer leichten S-Kurve zum nächsten Ort kam mir dann wieder eine Frage durch den Kopf: „Werde ich da vorbei kommen, so wie die kriechen?“

Den Hahn aufgerissen und ruck-zuck war ich an dem halben Dutzend Dosen vorbei. … schön! Aber in der Ortschaft hatte es doch tatsächlich ein LKW vor mich geschafft. „Der wird doch wohl nicht die Bundesstraße weiter tuckern wollen?“

Und wieder war mir der Schutzpatron der Motorradfahrer wohl gesonnen. Der Laster bog kurz vor dem Ende der Ortschaft wieder ab. Weiter ging es dann recht sorglos bis in das nächste Kleinstädtchen. Hier war nun der Ort, in dem ich also als nächstes vielleicht Arbeit finden könnte. „Doch wie finde ich jetzt zum Bahnhof?“

So wie mir die Frage gerade durch den Kopf gegangen ist, war auch schon ein Schild vor mir. Wunderbar … besser hätte es doch gar nicht laufen können. Ein paar Minuten später war ich dann auch an dem besagten Zielort. „Nun – wo fahre ich jetzt hin?“

Nach einer kleinen Runde durch das Städtchen kam mir dann der Gedanke, dass ich doch jemanden drüben am Rhein besuchen könnte. Okay … das Drüben waren zwar auch einige Orte weiter Richtung Westen, doch die Sonne schien wie an einem herrlichen Sommertag und so lud mich das schöne Wetter zu einer Nordbaden-Rundfahrt ein. „Aber wie komme ich jetzt auf die richtige Landstraße?“

Da fiel mir ein, dass in Richtung Autobahn ein Dorf kommen würde, nach dem die gesuchte Straße weiter zu den Dörfern am Rhein führen sollte. Dem war auch so und ich war wieder auf einer Landstraße, als mir langsam die Kälte durch die Lederhose an meine Schenkel kroch. „Das wird doch wohl nicht wirklich so kalt sein?“

Ich beeilte mich in der Hoffnung bei meinen Bekannten einen wärmenden Kaffee zu bekommen. Dort angekommen stellte ich mein Moped ab, ging zur Tür und klingelte. „Da wird doch wohl jemand zu Hause sein?“

Zögerlich klang es aber dann durch die Sprechanlage: „Meine Mutter ist beim Nachbarn – der hat Geburtstag.“ Auch gut – den hatte ich ja auch schon lange nicht mehr gesehen … und Kuchen gab es dann auch noch – lecker. Doch zur Abenddämmerung machte ich mich wieder auf den Weg. „Nur welchen Weg fahre ich nun?“

Es gibt zwei Möglichkeiten von dort: Über die Schnellstraße, oder über die Käffer. Ich wählte Zweiteres. Bei der untergehenden Sonne hatte das Ganze dann auch etwas richtig entspannendes. Und so kam ich dann wieder zu Hause an.

Und da war es wieder … eine Frage: „War das heute nicht eine schöne Rundfahrt?“

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