Es gibt kein schlechtes Wetter …

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… nur falsche Kleidung. Und meine Kleidung scheint die Richtige zu sein.

An sich schien heute Morgen zwar nicht mehr die Sonne, doch hatte es beim Aufstehen auch noch nicht geregnet. Erst später gegen Mittag fing es an. Doch ich hatte ja noch was vor.

Nun gut, nach dem es dann doch tatsächlich wieder etwas nach gelassen hatte, bin ich los zu meinem Kumpel mit dem (neuen und) defekten Rechner. Durch den Regen hat sich auch nicht mehr dieser Grauschleier vom Schneematsch der letzten Tage auf dem Visier abgelagert, sondern nur Wasser, das mit dem Handschuh weggewischt werden konnte, falls es nicht sogar eh ganz ab perlte. Das interessante an der Fahrt war dann aber auch, dass es richtig Spaß gemacht hatte trotz dieser erhöhten Luftfeuchtigkeit. Einerseits waren kaum andere Fahrzeuge bei dem Wetter unterwegs; und die, die dann doch sich bemühten fuhren ziemlich verhalten. Außer der eine Mercedes, der mich nach einer Ampel tatsächlich versucht hatte zu überholen bevor es wieder einspurig wurde. Was für ein Hohn.

Das mit dem Laptop meines Freundes war wie zu erwarten ein typisches Konfigurations-Problem. Alles irgend wie vorinstalliert und nichts passt wirklich zu einander. Aber was soll’s, gelernt ist halt gelernt – auch wenn ich zwar mit diesem M$-Zeug schon ewig nichts mehr großartig zu tun habe – ein bisschen hier drücken, ein bisschen da klicken, dort was einstellen und noch die Registry putzen … und dann läuft das Ding auch. Wunderbar – und zum Dank ein Mittagessen an der Rheinfähre bei Leimersheim. Es hatte sogar fast komplett aufgehört zu regnen … also gut – wir wollten uns dann dort wieder treffen.

So gleich mit gemäßigtem Elan (man will sich ja ans Tempolimit halten) durch zwei Käffer und im Dritten dann links ab. Bei dem Wind ist das mit der gemächlichen Geschwindigkeit eh besser gewesen. Also hab ich meinen „Verfolger“ mit seinem Golf im zweiten Dorf eh schon vor gelassen. Vor allem auch, weil ich mir nicht mehr sicher war, an welcher Kreuzung ich ab zu biegen hatte. Aber soweit sind wir gut durch die Landschaft gekommen. So denn noch durch den Ortskern und dann sollten wir ja gleich da sein. Eine schöne Gerade … eine S-Kurve vor der Kirche … und Huch!! … Also diese S-Kurve hatte es in sich … „DIE IST JA GLATT WIE SCHMIERSEIFE!!!“

Na da hat sich aber das Training bei Eis und Schnee doch bezahlt gemacht, denn ich hab den Ritt gut durch das Dorf gemeistert. Und wir sind an der Fähre ohne Schäden angekommen.

„Kann das sein, dass es da im Ort etwas glatt war?“ meinte ich zu meinem Begleiter als wir in das Lokal gingen. „Also bei mir ist plötzlich der Drehzahlmesser in die Höhe geschnallt … und eigentlich wollte ich bremsen – doch ist schon ein komisches Gefühl, wenn man schneller wird, obwohl man auf der Bremse steht …“ antwortete er. OK … auf dem Rückweg sollten wir dann vielleicht doch etwas vorsichtiger sein.

Wir haben uns nach dem Mahl noch eine Zigarette auf dem Parkplatz geraucht und uns sogleich verabschiedet. Er schien zu frieren und wollte in sein Auto. „Falsche Kleidung?“ rief ich noch hinterher und er nickte nur noch lachend als er in seinen Golf stieg.

Bis ich meinen Helm und Handschuhe an hatte, war er auch schon weg. Und ich hatte unterwegs kein Auto an der Seite gesehen, so dass ich wohl davon ausgehen konnte, dass er genauso gut wieder nach Hause gekommen ist, wie ich. Nun, die rutschige Kurve war aber schon eine interessante Erfahrung.

Na dann mal sehen, wie es in der nächsten Woche weiter geht. 😉

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