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Die Erlebnisse aus dem Krankenhaus und der Zeit danach waren schier eine Tortour für mich. Hier die Erzählungen dazu.
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Es tat sich was für meine berufliche Zukunft. Einerseits war ein Bekannter dabei sich selbständig zu machen, weswegen wir ursprünglich nur wegen einer Website ins Gespräch kamen. Doch daraus wurde mehr. Durch das magische Kürzel CI (cooperated idendity) hatte ich dann auch das Briefpapier, Visitenkarten und weitere Werbematerialien zu designen (inklusive einem Firmenlogo).
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Irgend wann bemerkte ich dennoch, dass es bereits spät am Nachmittag war. Und da ja eigentlich eine Tour geplant war, wollte ich schon noch zumindest eine kleine Runde drehen. Die Koffer waren an meinem Kälbchen, der eine mit meiner Fototasche und der andere ausgefahren mit einem Helm beladen. Der Helm ist zwar kein nennenswertes Gewicht, doch damit ich den Koffer wieder einziehen konnte, brachte ich ihn trotzdem erst mal Heim. Die Fototasche passte in einen eingezogenen Koffer und war somit auf der Tour dabei.
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Ich war in der Polposition als die Ampel grün wurde. Auf dieser doppelspurig und sehr breit ausgebauten Umgehungsstraße, die zwischen zwei Stadtteilen entlang führt, konnte man weit voraus auch die kommenden Ampeln sehen. Da sie rot waren, wäre ein schnelles Vorankommen unangebracht. Kurz nach dem Losfahren an der hiesigen Kreuzung schaltete auch die nächste Ampel auf Grün. Doch schien mir diese Umschaltung etwas komisch, da sie keine kurze Orangephase wie sonst aufwies. Aber es waren alle weiteren Signale in meiner Spur kurz darauf auf Grün. So hielt ich während dieser Beobachtung zwar mit dem Beschleunigen etwas inne, doch nun freie Fahrt bis zur letzten roten Ampel an der großen Kreuzung zur entsprechend ausgebauten Durchfahrtsstraße zwei Blocks parallel zur Fußgängerzone. Da ja die übernächste Ampel eh wieder rot war bin ich gemäßigt (für einen Motorradfahrer) die Straße runter gefahren und kam an die nächste Kreuzung mit den grünen Ampeln auf meiner Route.
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Da saß ich nun. Schwummrig vor den Augen, fast Schwarz werdend, versuchte ich erst mal bei Bewusstsein zu bleiben in dem ich mich darauf konzentrierte dieses Gefühl des Schwarz-werden-vor-den-Augen los zu werden. Dabei blickte ich mit leicht gesengtem Kopf vor mir auf die Straße. Nicht weit vor meinen Füßen lag meine Erstehilfe-Tasche aus dem Motorrad. In dessen direkter Umgebung auch der Deckel des Heckfachs, in der die Tasche verstaut war, lag. Auch die Blende der Schraube zum Verstellen des Schilds an meinem Helm lag dort dabei. Weiter zur nächsten Fahrbahn erstreckend lag einer meiner Seitenkoffer. Auf der zweiten Fahrspur, die linke in der Fahrtrichtung lag mein Kälbchen, aber in verkehrter Richtung. Mir erschien es wie das tot zusammengebrochene Pferd eines Cowboys nach einem tagelangen Matyrium auf der Flucht vor seinen Verfolgern - alle Viere von sich streckend.
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Da der Verkehr hier völlig zum erliegen kam, versuchten ein paar Leute den Kadaver meines Kälbchen zur Seite zu bringen. So sollte zumindest auf einer Spur der Verkehr wieder weiter gehen können. Ich bekam davon eigentlich gar nichts mit - mein Kopf war plötzlich so leer, dass ich mir vor kam in einem Kino zu sitzen und einen Stummfilm ansehen würde, der ohne irgend einer wahrhaftigen Handlung folgend einfach nur dahin plätschere.
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